Ich sehe nichts
ich fühle nur
was immer ist
und unerhört
die Tage frisst
es ist mein Schwur:
ich gehe
nur, wenn niemand mich mehr sieht
durch meine Tür,
mein Seelenschild,
das mich vor all und dem bewahrt,
was außen sein, vermag und ist,
ich bin es nicht,
der dort noch wohnt,
geschützt vor‘m Wind
und wehe
einer kennt mein Bild,
erinnert meine Gegenwart:
ich bin schon tot,
für alle die, die nie die Tür
als Kralle einer fremden Macht
verspürt, verstört geschlossen haben.
Ich bin innen, sterb mein Leben,
ihr seid dort,
auf eurer Seite voller Pracht,
an einem fremden, andren Ort,
wo Schlangen sich an Äpfeln laben,
kann ich nichts
dafür
bin ich ein scheues Wild,
im Spiegel glänzt das blinde Bild
von dem, was ich nie war.
RPK 281211