Das Licht verhängt wie schwere Strafe
nachts ein dichtes Samtgewand.
So sehr ich tief und dunkel schlafe,
streicht im Traum die sanfte Hand
des Tages sacht an mir vorbei.
Er hat mich doch im Grab entdeckt,
und wacht nun vor dem Konterfei,
das sich im Leinentuch versteckt.
Er sieht die Augen hinter Lidern,
spürt den Atem in der Gruft;
Der Tod kann Leben nichts erwidern
wittert es noch Morgenluft.
RPK 160909